Vergissmeinnicht und Lichtnelken schmückten den Altar.
Zwei Konfirmationsfestgottesdienste am 9. und 10. Mai in der Christuskirche Viechtach
In diesem Jahr gab es eine Besonderheit: Es fanden 2 Konfirmationsgottesdienste
statt! Die 13 jungen Frauen und Männer hätten nämlich mit ihren Familien den Kirchenraum regelrecht gesprengt! Deshalb teilte Pfarrer Roland Kelber die große Gruppe in zwei Gruppen auf.
Am Samstag begleitete der Posaunenchor den Gottesdienst und am Sonntag
spielte die Organistin Paula Kucerova die Orgel.
Paula Kucerova an der Orgel
Zu Beginn gab es einen feierlichen Einzug, dem die Begrüßung durch
Pfarrer Roland Kelber folgte.
„Nach fast einem ganzen Jahr
Vorbereitungszeit können wir heute diesen Festgottesdienst feiern. Wir
stellten uns über all die Monate die Frage, wie ich mein Leben Gott
anvertrauen soll. Um was kann ich Gott bitten? Wie richte ich mein
Leben auf Gott aus? Sicher kann man diese Fragen nie ganz vollständig
beantworten, doch ihr solltet heute so weit sein, dass ihr JA sagen
könnt für ein Leben mit Gott.“
In seiner Predigt ging der Geistliche, entsprechend diesem Sonntag
„Rogate“ = „Betet!“, auf das Vaterunser ein. Wohl alle Anwesenden
dürften dieses Gebet kennen oder wüssten es sogar auswendig. Die fünf
Verse vom Vaterunser seien von Jesus selbst. Während der Pfarrer das
Vaterunser als Einleitung vortrug, sprachen beim ersten
Konfirmationsgottesdienst spontan und sozusagen ungeplant alle laut mit.
Gott- ein liebender Vater
Unser Gott sei ein persönlicher Gott, der sich uns als guter Vater
zeige. Wir dürften ihn mit „Lieber Papa“ ansprechen. Der Allmächtige
ermögliche für jeden einzelnen Menschen ein persönliches Gespräch.
Die Weltreiche haben keinen dauerhaften und keinen verlässlichen Bestand.
Gottes herrliches Reich im Himmel und auf Erden dauere in Ewigkeit.
Viele Menschen würden sich irdischen Mächten anvertrauen. Die Geschichte
von den großen Weltreichen habe jedoch immer wieder gezeigt, dass nichts
oder fast nichts mehr von ihnen vorhanden sei. Manche Menschen würden
sagen, ich will mein eigener Herr sein. Das würde sich jedoch auf Dauer
als eine große Überforderung herausstellen.
Abendmahl mit Gruppe 2
Das tägliche Brot – – Schuld – – Vergebung
„Wenn ich mich nicht selber in den Mittelpunkt stelle, sondern mich dem
guten Vater anvertraue, der mich täglich versorgt, habe ich einen
starken Helfer. Und er kann uns nicht nur unser tägliches Brot geben,
sondern uns auch von unserer Schuld befreien. Es gibt kein anderes
Endlager für unsere Schuld als das Kreuz von Golgatha!“ Unsere Schuld
würde uns erdrücken, der Teufelskreis von Schuldzuweisungen an andere
würde kein Ende nehmen und würde ein Zusammenleben unmöglich machen.
Jesus lasse uns unserer Schuld nicht ausgeliefert bleiben. „Wenn wir
von Gott Vergebung erhalten, können wir auch anderen ihre Schuld vergeben.“
Das Böse
Größte Bemühungen ein guter Mensch zu sein sei trotz aller Anstrengungen
zum Scheitern verurteilt. Auch als Christen seien wir immer dem Bösen
ausgeliefert. „Durch die Hilfe des Heiligen Geistes werden wir zum Guten
gebracht. Und wenn Jesus wiederkommt, wird die Welt endgültig von allem
Bösen befreit.“
Gemeinschaft und Hoffnung
Unser Vater sei kein Gebet für mich selber. Es heiße UNSER tägliches
Brot. Wir seien eine Gemeinschaft von Glaubensgeschwistern. Im
Gottesdienst, durch Gottes Wort und im Heiligen Abendmahl sei es
möglich, dass wir unseren Glauben nähren und am Leben erhalten. Gottes
Reich, seine Kraft und Herrlichkeit bestehe in Ewigkeit. Wenn ihr eure
Hoffnungen auf Gott setzt, dann wird es keine Hoffnungslosigkeit für
euch mehr geben.“
Konfirmationsversprechen der Gruppe 1
Konfirmationsversprechen der Gruppe 2
Es folgte ein gemeinsames Lied zum Vaterunser und das
Glaubensbekenntnis. Dann traten die Konfirmandinnen und Konfirmanden zum
Altar vor, um ihr Konfirmationsversprechen vorzutragen. Bei der Segnung
sprach der Seelsorger ihnen ihre selbst gewählten Konfirmationssprüche
zu. „Eure Konfirmationssprüche werden euch durchs ganze Leben tragen.“
Nun wurden sie selbst gebastelten Konfirmationskerzen feierlich
entzündet und die ab jetzt Konfirmierten überreichten ihren Patinnen und
Paten je eine Rose des Dankes.
Grußwort an die Konfirmierten von Kirchenvorstand Pro. Dr. Peter Fröhlich
Grußworte an die Konfirmierten
Bei der ersten Gruppe sprach Pfarrer Kelber ein Grußwort an die frisch
Konfirmierten und legte ihnen dar, dass sie nun vollwertige
Gemeindemitglieder seien, dass sie Patenschaften übernehmen dürften und
Dienste für Gott in der Welt annehmen dürften. Es gebe auch ein Angebot
für eine Taize-Fahrt durch das Dekanatsjugendzentrum.
Der Seelsorger bedankte sich bei allen, die in der
Konfirmationsvorbereitungszeit mitgeholfen haben, wobei ein Extadank an
seine Frau Debora ging, die sich intensiv bei der Konfirmationsfreizeit
eingebracht hat.
Bei der zweiten Gruppe trat der Kirchenvorsteher Prof. Dr. Peter
Fröhlich mit einem mitreißenden und hilfreichen Beitrag zum Unterschied
eines Navis und dem „Navi Gott“ auf. Die Computerstimme „Alexa“ wies als
Navi dem Vortragenden schauspielerisch den Weg zum Ziel, wobei sich
Peter Fröhlich auch mal verirrte oder ihm der Strom ausblieb. „Gott ist
der beste und verlässlichste Navi!“ Wenn wir unseren Glaubens-Navi nicht
mehr hören würden, sei Gott trotzdem da und führe uns zum rechten Ziel.
„In unserer Christuskirche und in allen Kirchen habt ihr außerdem immer
ein Update für euren Glauben!“ Diesem Grußwort folgte spontan Beifall
aus der Gemeinde.
Zum Heiligen Abendmahl waren zuerst die Konfirmierten und dann alle
Eltern, Geschwister, Verwandte und am Festgottesdienst Teilnehmende
eingeladen. „Jeder kann hinzutreten. Die Einladung gilt zwanglos an alle
Konfessionen“
Nach dem Dank- und Fürbittgebet und den Abkündigungen wurden die
Gläubigen mit Segen in einen schönen Feiertag entlassen. Ein Extradank
ging an dieser Stelle an Colin Bechthold, der seit seiner Konfirmation
2025 ein Jahr lang nahezu lückenlos den Mesnerdienst verrichtet hat.
Gruppe 1 mit Pfarrer Roland Kelber, Kirchenvorsteherin Johanna Gottschling und Kirchenvorstand Herbert Zankl
Gruppe 2 mit Pfarrer Roland Kelber und Kirchenvorsteherin Sandra Weber
Die Konfirmierten und ihre Konfirmations-Sprüche
Samstag
Jason Braun
1.Samuel 16,7
Ein Mensch sieht, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an.
Erick Dragunov
Psalm 1,6
Der Herr kennt den Weg der Gerechten. Der Gottlosen Weg aber vergeht.
Tim Kamilov
Lukas 10,20b
Freut euch, dass eure Namen im Himmel aufgeschrieben sind.
Maximilian Kamilov
Hebräer 10,35
Werft euer Vertrauen nicht weg, denn es soll reichlich belohnt werden!
Elias Keller
Psalm 16,11
Du tust mir kund den Weg zum Leben. Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.
Dennis Kroo
Römer 1,16
Ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist die Kraft Gottes, die alle rettet, die daran glauben.
Sonntag
Helene Hastreiter
1.Joh 5,4b
Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.
Charlotte Kluge
Matthäus 11,6
Selig ist, wer nicht an mir irre wird.
Emiliy Kroo
Kolosser 2,2
In Christus liegen alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen.
Evelina Schleichmann
2.Thessalonischer 3,3
Der Herr ist treu, der wird euch stärken und vor dem Bösen bewahren.
Pauline Mühlbauer
Johannes 8,32
Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.
Colin Bechtoldt
Lukas 18,17
Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.
Denis Mons
Psalm 36,10
Bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.
Das Konfirmationsversprechen
Ich will mein Leben Gottes Führung anvertrauen und mein Leben in seinen Dienst stellen.
Ich weiß, dass Gott mir im Gottesdienst dient, dass ich jederzeit zu ihm reden kann und er mich durch sein Wort jeden Tag persönlich ansprechen will.
Ich vertraue darauf, dass er mich so frei macht zu einem Leben, das erfüllt ist mit Liebe, Hoffnung und Freude.
In der Kraft des Heiligen Geistes bin ich von ihm in die Welt gesandt, um das Evangelium weiterzusagen.
Ich will in der Gemeinschaft der Christen bleiben, die von Gottes und der gegenseitigen Vergebung leben und im Abendmahl mit Jesus verbunden sind.



