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Mit Danksagung essen

Erntedank 2018: Pfarrer Roland Kelber predigt in der Christuskirche Viechtach

Mit Danksagung essen
Erntedank in der Christuskirche Viechtach

In einem Festgottesdienst mit heiligem Abendmahl feierte am vergangenem Sonntag die evangelische Kirchengemeinde das Erntedankfest.

Pfarrer Roland Kelber wies in seiner Predigt darauf hin, dass auch dieses Jahr trotz Hitze und Trockenperioden die Ernte wieder reichlich ausgefallen sei, wie man an der vielfältigen Fülle des kunstvoll geschmückten Altars erkennen könne. Getreide und Heu seien heuer zwar ziemlich knapp, dafür tragen Obstbäume und Weinstöcke umso mehr Früchte, die wir nun genießen dürfen.

Wie der Apostel Paulus sollen uns weder Überfluss noch Mangel soweit beherrschen, dass wir darüber unseren Herzensfrieden aus dem “Kreislauf mit Gott”, der uns mit so viel Gutem versorgt, verlieren – so der Pfarrer. Gewisse Nahrungsvorschriften, die sich viele selbst auferlegen, entsprächen nicht dem christlichen Glauben. Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut und vom Schöpfer für uns zur dankbaren Annahme gemacht worden. Jesus, der als einfacher und unbehauster Wanderprediger umherzog, konnte durchaus auch Essen und Trinken genießen, wie man aus der Bibel weiß.

Pfarrer Roland Kelber führte auf der anderen Seite auch aus, dass Der Philosoph Harari hat in seinen Forschungen festgestellt hat, dass heutzutage tatsächlich mehr Menschen an den Folgen von Überernährung als an Hunger sterben.

Der Pfarrer wies in diesem Zusammenhang ebenfalls darauf hin, dass kriminelle Machenschaften der Nahrungsmittelindustrie die Achtung vor der guten Schöpfung hintanstellten und somit das, was von Gott zum Segen gemacht worden sei, “verschlimmbessert” werde. Dadurch werde die gute Ordnung der Schöpfung empfindlich gestört.

Überall diesen ernsten Problemen solle der Mensch aber trotzdem nicht in Panik geraten. Das Wichtigste seien die Dankbarkeit und die Fürbitte für alle, die Mangel leiden.

Der Altar ist auch dieses Jahr wieder reichlich geschmückt.

 

Christusfigur in einem Rosen-Hagebuttengewölbe mit Weizenähren