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Glauben er-leben

Hans-Ulrich Rothe und Waldemar Schäfer gestalteten den heutigen Sonntagsgottesdienst gemeinsam.

Heute Gauben er-leben

Pfarrer Waldemar Schäfer und Prädikant Ulrich Rothe gestalteten
gemeinsam den Gottesdienst in der Christuskirche Viechtach

Am heutigen Sonntag durfte die evangelische Kirchengemeinde in
Viechtach zwei ihrer hochgeschätzten und altbewährten Prediger erleben:
den Prädikanten und Lektor aus Viechtach Hans-Ulrich Rothe, der nunmehr
schon seit 49 Jahren das Glaubensleben in der evangelischen
Kirchengemeinde aktiv mitgestaltet, und Pfarrer i.R. Waldemar Schäfer.

Waldemar Schäfer, ehemals Pfarrer in Berlin Friedenau, lebt seit 1994 in
Prackenbach. Seit der Erkrankung seiner Frau Marianne, die ihm als
Pfarrfrau bei seinen Gottesdiensten stets als begeisterte Lektorin
unterstützt hat, hat Pfarrer Schäfer keine Gottesdienste mehr in seiner
Wahlheimat halten können. Marianne Schäfer verstarb 2020.

Den liturgischen Teil des Sonntagsgottesdienstes gestaltete Ulrich Rothe
in Gebet, Psalmgebet und Lesung. Die Predigt hielt Pfarrer Schäfer.

Pfarrer Schäfer hält eine lebendige und tiefgreifende Predigt.

Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. (Joh.5,4)

In einer tiefgreifenden und lebendigen Predigt legte der Geistliche dar,
dass die Menschen immer wieder neu das Wort Gottes brauchen. Gott traue
uns zu, dass wir Glauben leben, und dass wir es wagen, zu segnen und im
Gespräch mit anderen auf die christliche Hoffnung hinzuweisen. Dazu
gehöre oftmals viel Mut, doch nur so könnten auch junge Menschen sehen,
dass Glaube kein starres Gesetz sei und nichts mit der gängigen Moral
oder mit einer “traditionellen Frömmigkeit” zu tun habe. Glaube frage
vielmehr: Was spricht Gott zu mir heute, jetzt und in diesem Augenblick?
Die Antwort könne aus einer Predigt kommen. Doch Predigt sei nicht nur
etwas, was jemand da vorne auf der Kanzel sage. Predigt könne auch sein,
dass ich plötzlich aus einem von mir selber gesprochenen
Glaubensbekenntnis oder dem Lesen eines Bibelwortes höre, wie hier Gott
direkt in meine Seele spricht. Glaube sei kein “Sahnehäubchen”, welches
mal kurz das Leben versüßt.

“Christus möchte, dass wir ihm ganz persönlich unser Leben übergeben.
Wir sollen aber durchaus auf eigenen Füßen stehen. Glaube heißt nicht,
dass wir keinen eigenen Willen haben. Gott traut uns zu, dass wir
fruchtbar mit dem Samen seines Wortes umgehen. Das Wort Gottes trägt
mich und gibt mir die Möglichkeit zu leben. Gott spricht immer wieder
neu durch sein Wort. Der Glaube ist immer unvollendet und braucht stets
neue Begegnung und Ansprache.”

Die liturgische Gestaltung übernahm Hans-Ulrich Rothe, Prädikant und Lektor seit 49 Jahren.
Segen