Neues vom Engelweg
Xaver baut vor dem alten Brückendurchgang den Erzenegl Michael mitsamt Drachen und Impuls ab. Wieso denn das?
Weil die nun schon 70 Jahre alte Brücke der B 85 ab sofort bis Ende September renoviert werden muss.
Kann denn jetzt noch der Engelweg wie gewohnt hier durch gehen? Und wo ist die Figur des Erzengels Michael?
Der Engelweg führt durch das Geiger-Anwesen („Hoferlbauer“) durch die Brücke hinauf zum Pandurensteig nach Schwarzgrub und Hof.
Der ursprünglich als temporär eingerichtete Engelweg zwischen Fernsdorf und Ayrhof erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Gruppen aus der Region und Besucher aus Landshut und München haben sich neu angemeldet. Vor einem Jahr ist unter anderem eine Familie aus Frankreich hier gegangen.
Der etwa fünf Kilometer lange Meditationsweg mit den meist lebensgroßen Engelfiguren aus bunt bemaltem Schwarzblech der Künstlerin Dorothea Stuffer mit Impulsen von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann führt relativ eben und leicht begehbar auf guter Straße durch Wald und Wiese und durch vier kleine Ortschaften, Fernsdorf, Schwarzgrub, Hof und Ayrhof.
Der Herzensengel am Pandurensteig / Engelweg / E8
Bedenken hatte nun der Verein Pilgerweg St.Wolfgang, unter dessen Organisation in Zusammenarbeit mit der Kollnburger Bürgermeisterin Josefa Schmid der Engelweg entstanden ist, ob der Weg noch begehbar ist, weil die Unterführungsbrücke durch die B85 ab sofort bis Ende September renoviert wird. Man nahm Kontakt mit Herrn Ebner von der Straßenmeisterei Deggendorf auf.
Ebner konnte entwarnen: „Pilger können ohne weiteres jederzeit durch die Brücke gehen; es stehen lediglich ein paar Baufahrzeuge da, die jedoch keine nennenswerte Beeinträchtigung darstellen dürften.“ Ebner empfahl jedoch: „Wenn jemand vom Pilgerverein selbst Hand anlegen könnte, und den direkt an der Brücke stationierten Erzengel Michael abbauen und entweder beim Geiger-Anwesen lagern oder an anderer Stelle aufstellen könnte, wäre das sicher die beste Lösung. Ansonsten könnte es eventuell doch passieren, dass die Figur, wenn die Bauleute sie beiseite legen, versehentlich beschädigt werden könnte.“
In Absprache mit Hildegard Weiler, 1.Vorsitzende des Vereins Pilgerweg St.Wolfgang, wurde deshalb der berittene Erzengel Michael mitsamt dem Drachen und dem Impuls nun oberhalb der Brücke an den Wegrand bei der Hodl-Pferdekoppel versetzt. Aktiv wurden hierbei die „Engelkünstlerin“ Dorothea Stuffer, Pilgerhelferin Elke Weber und Vereinsmitglied Xaver Hagengruber.
„Engelwegwanderer können nun gerne weiterhin den Engelweg besuchen – sagen wir mal, bis die Tage wieder länger werden, also bis Frühjahr 2020“, so Hildegard Weiler.
Ein neuer Standort für den Erzengel Michael hat sich bald gefunden.
Neu-Aufbau in Überlegung und Aktion
„Der Drache versucht den Engel zu verfolgen – das regt zu Gedanken über aktuelle Probleme des Weltgeschehens an!“ stellt Xaver Hagengruber gut beobachtend fest.
Impuls von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann:
Michael – Kämpfer gegen das Böse – seine sanftmütigen Gesichtszüge erinnern daran, dass das Böse mit Sanftmut überwunden werden muss. „Selig sind die Sanftmütigen“, sagt Jesus, „denn sie werden das Erdreich besitzen.“
Der Engelweg lädt ganzjährig zum meditierenden Betrachten ein. Hier: Kreuz-Station nach dem kleinen Ort „Hof“
Gesicht, auf Rost gemalt, Grossenau, St. Wolfgangsweg, gefunden von „Kultpilger“
Drei Blechfiguren zur Auswahl: Das Kind Jesus ist der Favorit!
Mit viel Fingerspitzengefühl bringt Hildegard Weiler die Figur mit dünnem Draht im Wurzeldickicht wetterfest an.
Das Kind Jesus segnet die Wanderer
Birkenkreuze beim Einstieg zum Kreuzweg laden ein
Wie eine Brücke: Die umgestürzte Tanne wird von einem gegenüberliegenden Baum wie magisch gestützt.
Bei anderen Bäumen ist die Spitze abgebrochen.
Die Kreuzwegstation aus Stein blieb unbeschadet stehen.






Wegmarkierung zum Pröllergipfel, am Schild vorne links das dreifarbige „W“ für „Wolfgangsweg“
Herz im Schnee
Blick vom Pröllergipfel: das schön gelegene Bergdorf Kollnburg
Harmonisch wie ein Tausendfüßler ging die Gruppe während der gesamten Schneeschuhwoche. Geleitet und behütet von Rudi Simeth und Edeltraud Brauner.
Rudi Simeth spielt auf der Bühne am Ludwigsberg in Bad Kötzting Mundharmonika. Franz Plötz, sein Lehrer der 3. Klasse hört und sieht, dass seine Musikalität Früchte getragen hat. Die Schneeschuhgruppe war unterwegs auf dem Planetenweg, den Franz Plötz mit ins Leben gerufen hat.
Mächtige Bäume und dicke Äste waren unter der Schneelast mit lautem Knall gebrochen.
Während der ersten Tour am Sonntag bei dichtem, schwerem Schneefall musste der Wald gemieden werden.
„Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.“
Pilger unterwegs im schönen Salzkammergut
Gruppenfoto der Andachtteilnehmer beim „Greanfeller“ in Hochstraß







Die Andacht vor der Berging-Kapelle bei der Eröffnung des Einödweges ist die Titelseite des Heftes.
Grußworte von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann und Bürgermeisterin Josefa Schmid
Betrachtungen der Höfe mit den bunten Votivtafeln Tafeln und Impulsen vor winterlichem Hintergrund. Der Schnee ist wirklich da!
Schlussworte und Gedanken von Dorothea Stuffer, Hildegard Weiler, 1.Vorsitzende des Pilgervereins St.Wolfgang, und Pilger Rudi Simeth
Unser Lob geht an Marco!
Der „Greanfeller“ liegt bei der Baierweg-Abzweigung in Hochstraß – Foto: Elke Weber
In diesem kleinen Holzhaus mit Glockenturm wird zur Andacht eingeladen. Foto: Elke Weber
Blick auf den Greanfeller, fotografiert von Pilger Rudi vor wenigen Tagen bei seiner 3. aktuellen Einödweg-Wanderung
Dieses aktuelle Wolfgangskapellen- Winterfoto haben wir aus dem Bericht vom Bayerischen Rundfunk dankend entnommen.
Schnee-Wunderwelt am Hohen Bogen: Schutzengel aus Schnee beschirmt Pilger Rudi Simeth
Lachender Schnee-Engel, gefunden und fotografiert von Pilger Rudi Simeth
Engel vorm Berggasthaus Schönblick
Blick vom Hohen Bogen nach Atzlern, Rudis Geburtsort Richtung Böhmerwald
Blick nach Neukirchen beim Heiligen Blut – am Wolfgangsweg Richtung Tschechien