gute, behütete Wege,
Genau du bist gemeint! Christvesper in der Christuskirche Viechtach
Krippenspiel in der Christuskirche
Ein strahlendes Highlight im Zuge des Jubiläums 75 Jahre Christuskirche 2025 war die Christvesper am Heiligabend mit Krippenspiel.
„Uns hat heute die große Lichtertanne den Weg hierher geführt. Damals hat der Stern von Bethlehem den Weg gewiesen“, begrüßte Pfarrer Roland Kelber die Weihnachtsgemeinde in der bis auf den letzten Platz voll besetzten Christuskirche. „Stern über Bethlehem zeig uns den Weg“ wurde nun an der Orgel angestimmt von Paula Kucerova. Pfarrer Kelber trug die Propheten der Ankündigung Christi Geburt vor und die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium.
Diese Weihnachtsgeschichte wurde nun sichtbar lebendig durch das von Iris Marchl inszenierte Krippenspiel, musikalisch-technisch unterlegt von Bernhard Marchl. Markenzeichen der Theater- und Religionspädagogin Iris Marchl ist, dass sie die Handlung ihrer Stücke zusammen mit den Krippenspielkindern entwickelt.
Eine lebendige Weihnachtsgeschichte mit sprechenden Tieren und einem freundlichen Gastwirt
Es begann diesmal damit, das Ochs und Esel im Dialog waren. Dazu kamen nach und nach ein Bauer und Gastwirt, Engel schwebten dazwischen, Maria und Josef traten in die Szene, ein Hirte, Schafe und die Könige. Zu erwähnen ist hier beispielsweise, dass der Gastwirt nicht wie in gewohnter Weise zu Maria und Josef schroff und abweisend dargestellt wurde, sondern freundlich: „Leider ist hier alles voll belegt. Ich kann euch aber gerne einen Platz im Stall anbieten. Ich bringe euch gleich was zum Essen rüber.“ Ochs und Esel waren zunächst skeptisch ob der beiden Gäste. Doch sie ließen mit sich reden und stellten bald fest, dass der Stall durch die Anwesenheit der Neuankömmlinge spürbar wärmer wurde.
Schafe auf dem Weg zum Stall von Bethlehem
Pfarrer Roland Kelber liest die Weihnachtsbotschaft und predigt über die Inhalte des Krippenspiels
Die Fragen des Hirten und ihre Bedeutung
Die tieferen Aussagen des Krippenspiels griff auch diesmal Pfarrer Kelber seiner Weihnachtspredigt auf.
„Genau Dich meint Gott, hatte der Engel zum einfachen Hirten gesagt. Warum bin gerade ich eingeladen zu Jesus? Genau Dich meint Gott, auch wenn du nur ein normaler Mensch bist, müde erschöpft überarbeitet, mit Fehlern behaftet.“ Gott, Herr und Schöpfer des Universums, interessiere sich für jeden ganz persönlich. „Und was wird aus meinen Schafen?“ hatte der Hirt gefragt. Die Schafe, erläutete der Pfarrer, könnten auch stehen für die vielen Aufgaben. Diese sollten uns jedoch nicht davon abhalten zu Jesus zu gehen. „Was soll ich dem Kind schenken?“ hatte der Hirt gefragt. Gott möchte dich überreich beschenken!
Engel kommen zum Hirten
Neugierig auf Gott werden
So mache Gott uns neugierig ihn näher kennen zu lernen in Jesus. Die Könige wurden durch einen Stern aufmerksam auf Jesus. Schon damals hätten die Menschen den Sternenhimmel betrachtet und gefragt, was wohl dahinter stehe. Persönlich Gott kennengelernt hätten die Menschen aber erst durch Jesus.
Gott habe viele Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen. Die ganz reale Welt, sogar das Internet, könne Jesus als Mensch, als ein Du, als lebendiges und sprechendes Gegenüber erschließen. So könnte Jesus zum großen Navi auf dem Lebensweg werden. „Bitte ihn in dein Lebenshaus hinein!“ Ochs und Esel, die zu Beginn misstrauisch waren, haben gemerkt, dass es wärmer im Stall wurde, wenn sie enger mit Maria und Josef und dem Kindlein zusammen rücken. „Wie kann ich Gemeinschaft schaffen ohne mich zu bekriegen? Das schafft Jesus! Was dieses Kind alles schafft!“
Maria und Josef
Die bereichernde und Sinn erfüllte Christvesper endete mit einem Dank an Iris und Bernhard Marchl und an alle Helferinnen.
Nach dem Segen und dem Stille Nacht ging die Gemeinschaft der Gläubigen in die Weihnacht hinaus.
Um 22 Uhr folgte die Christmette mit heiligem Abendmahl.
Am 1. Weihnachtsfeiertag gab es morgens einen Festgottesdienst mit heiligem Abendmahl und mit dem Posaunenchor.

Die Handlung der Krippenspiels zusammengefasst:
Im Krippenspiel geht es darum, dass Ochse und Esel zunächst keinen Platz im Stall einräumen wollen. Nicht für Maria und Josef nebst Jesus, nicht für die Schafe oder für sonst wen. Sie erfahren jedoch, dass es wärmer wird, wenn sie teilen, sowohl den Platz im Stall, als auch den Freiraum in ihrem Herzen. Sie erfahren auch, dass das Kindlein ein ganz besonderes Kind ist, mit besonderer Ausstrahlung.
Zudem geht es um Königinnen, die erkennen, dass die moderne Technik versagen kann und sie sich auf den Stern verlassen müssen, der sie zum neuen König bringt. Dieser ist nicht, wie erwartet, in einem Schloss, sondern in einem Stall und doch weitaus bedeutender als ein weltlicher König. Dieser Heiland lädt alle ein, ob reich oder arm. Und so ist der Hirte zuerst verwundert, dass er in seiner Armut gemeint ist, dass er zum Heiland eingeladen ist! Aber er macht sich froh auf den Weg. Er folgt den anmutigen, sanften Engeln, die ihm die frohe Botschaft klar übermitteln. Beim Stall findet er auch seine Schafe wieder, die bereits bei Jesus sind. Diese haben sich kurz zuvor, keck und süß auf den Weg gemacht. Josef, der auf dem beschwerlichen Weg zum Stall immer wieder Maria hatte aufmuntern wollen, und die liebevolle Maria freuen sich über alle Gäste im Stall.

Maria war nicht der Typ für eine heutige Casting-Show – Gottesdienst zum 4. Advent mit Pfr. Claudia Sommerauer

Am 4. Advent hielt in der Christuskirche Viechtach Pfarrerin Claudia Sommerauer den Gottesdienst.
Eine junge Frau aus Nazareth, die überhaupt nicht herausragte gegenüber den anderen. Nichts besonderes habe sie geleistet, sie sei nicht außergewöhnlich klug oder fromm oder schön oder reich. gewesen. Und doch habe sie erlebt: Gott hat Großes an ihr getan. Und so habe sie ihr geradezu revolutionäres Lied von der von Gott angesehen, erhobenen „niedrigen Magd“ gesungen.
In den vielen Bildern werde Maria gern dargestellt als die sanftmütige junge Mutter, ganz und gar auf das Kind ausgerichtet. Ihr Lied dagegen komme selbstbewusst daher: Gott erhebt die Niedrigen!
In unserer christlichen Tradition spiele Maria als die „Gottesmutter“ oder auch „Gottesgebärerin“ eine große Rolle.
„Viele Mütter der Welt identifizieren sich mit ihr, die unter so schwierigen Umständen gebären muss und ihr Kind schützen will. Eine Mutter, die irritiert ist über den Jugendlichen, der im Tempel lehrt.
Die um den Sohn ringt, wenn sie mit seinen Geschwistern vor der Türe steht und erduldet, wie Jesus ihr eine Abfuhr erteilt. Die bis zuletzt bei ihm bleibt und auch unter dem Kreuz mitleiden wird. Die Pietá, Maria mit dem toten Sohn im Arm, sie ist weltweit und durch die Jahrhunderte ein Sinnbild mütterlicher Liebe.“

In der Weihnachtsgeschichte kommen keine Erfolgstypen vor
Die Predigerin schlägt nun den Bogen weiter zu all den Personen, die in der Weihnachtsgeschichte präsent sind. Es sei wahrhaftig keine Elitetruppe gewesen, die hier versammelt war! Bei jeder Castingshow wären sie wohl durchgefallen. Josef – in der Geschichte eher als Randfigur angesehen, sei nicht gerade der Gewinnertyp gewesen, ebenso die Hirten, Menschen, die um ihre tägliche Existenz ringen mussten.
Hier zog Claudia Sommerauer eine Parallele zu Menschen aus unserem Alltagsleben, Erfolglose, Arbeitslose, Ausgegrenzte. „Keine Lichtgestalten der Kino Glamour Glitzerwelt!“ Sie und gerade sie würden von dem liebenden Gott angesehen und erhoben. Und all die Reichen, die Gewinner und Erfolgreichen? Auch sie seien nicht ausgeschlossen, wenn sie nur ihr Augenmerk auf Gott als ihren Helfer richteten.
In der Geschichte des Christentums setze sich, so die Pfarrerin, die Reihe der nicht perfekten Auserwählten Gottes fort. Petrus, der Jesus aus Angst verleugnet habe, wurde einer der führenden Apostel. Maria Magdalena mit ihrer zweifelhaften Vergangenheit sei wegen ihrer Glaubenstreue in aller Welt und durch die Jahrhunderte in Erinnerung geblieben. Paulus, einstmals Christenverfolger, habe trotz seiner körperlicher Einschränkungen das Evangelium über das Mittelmeer nach Europa gebracht.
Gottvertrauen
Das Wunderbare am Christlichen Glauben sei, dass niemand für den Christlichen Glauben und seine großartige Botschaft zu gering sei. Gott wisse etwas vom Leid des Lebens, des Alltags, von Schmerz und Trauer. „Gerade deshalb können wir uns diesem Gott anvertrauen. Gott schickt nicht Leid. Gott weiß selbst um Leid und Kummer und gibt uns die Kraft, damit zu leben.“
„Mir geschehe wie du gesagt hast“, habe Maria zu dem Engel Gabriel gesagt. So werde sie zum Sinnbild von Gottvertrauen.
Josef habe inmitten seiner Zweifel mit Blick auf all die problematischen Umstände zu Maria als seine Frau gestanden und seiner Intuition, seinem Traum, vertraut und floh vor dem mordenden Diktator Herodes nach Ägypten.
Die Hirten hätten nichts vorzuweisen gehabt. Aber sie vertrauen der Botschaft von den Engeln.
„Es wird nicht sofort alles besser für die Protagonisten. Kein Geldregen kommt über sie, ein Happy End ist nicht in Sicht. Und doch ändert sich ihr Lebensgefühl: Sie vertrauen und in der Folge erfahren sie: Gott ist da. Gott sieht sie, sieht sie an, wie er Maria gesehen und angesehen hat.
Sie werden zu angesehen Menschen.„

Marias Lied weitersingen
Wir Heutigen seien nun die, die sich öffnen können für Gottes Hoffnung. Wir seien die, die das Lied der Maria weitersingen und dafür Sorge tragen mögen, dass Gottes Liebe Wirklichkeit werde – wie lang es auch dauern möge, wie klein die Schritte dazu auch seien, wie viele Rückschläge es auch bedeuten möge.
„Wir können einen Teil dazu beitragen, dass eine Spur gelegt wird vom Frieden Gottes schon jetzt in dieser Welt. Jesus begegnet uns in Menschen, denen wir begegnen. Die müssen nicht toll, besonders gut oder schön sein. Es können durchaus oder gerade auch Ausgegrenzte, Kranke, Schwache, Fremde, Verachtete, Menschen mit Behinderung oder schwierige Menschen sein. In ihnen ist Gottes Liebe anwesend.“
Mit dieser ergreifenden Predigt konnten die Gläubigen mit einem Gefühl von Glaubensmut und Glaubenskraft den Weg vom 4. Advent nach Weihnachten und weiter gehen.
Die Orgel spielte Petra Grössl-Schneider.
Bei dem Lied von Jochen Klepper „Die Nacht ist vorgedrungen“ gab Claudia Sommerauer eine kurze Erklärung ab zur damaligen antisemitischen Situation, wo die Familie von Jochen Kleppers Frau deportiert und ermordet wurde.

Winter-Zauber-Wald-Spaziergang von Höllhöhe nach Kolmstein
Mit diesem zauberhaften Engel von Siegfried Weigl grüßt Pilger Rudi Simeth in die Advents- und Weihnachtszeit hinein.
Unser lieber Pilgerbruder Rudi hat zu Beginn der Adventszeit eine traumhafte Winterwanderung zum Kolmsteiner Kircherl gemacht und mit Fotos dokumentiert.
Wir danken für die wunderbaren Impressionen und begeben uns virtuell in die kommende Zeit 🌲
Unterwegs durch den Wald
Blick ins weite Land
Schnee im Winterwald
Schmuckes Kolmsteier Kircherl mit Schnee gekrönt
Wolfgangsweg-Schäfchen weisen den Weg
Kreuzigungsgruppe sanft eingehüllt
Im Inneren vom Kolmsteiner Kircherl
Gedenken an die Verstorbenen
Wir befinden uns am Wolfgangsweg und auf den großen grenzüberschreitenden Pilgerwegen
Tief verschneit im Wald
Engel wahrnehmen
Eine neues Weihnachtsspiel in Vorbereitung mit der Theater- und Religionspädagogin Iris Marchl
Die Theater- und Religionspädagogin Iris Marchl bereitet sein Wochen mit 14 Kindern ein neues Krippenspiel vor.
Vorbereitungen
Auch in diesem Jahr hat die Religions-und Theaterpädagogin Iris Marchl wieder Kinder für ein Weihnachtsspiel in der Christuskirche Viechtach eingeladen. 14 Kinder nehmen teil. Sie sind zwischen 5 und 11 Jahre alt. Bereits seit Ende Oktober finden jeden Freitag von 16 bis 17 Uhr Proben im Kirchenraum statt.
Iris Marchls besonderer Stil
Pädagogische Unterstützung
Ein Erlebnis!
Die Predigt zum Krippenspiel
Termin
Die Christvesper mit Krippnespiel ist am Heiligabend um 16.30 Uhr in der Christuskirche Viechtach
Bei den Proben für das Krippenspiel 2024Eine offene Gemeinschaft – 75 Jahre Kirchweihjubiläum: Festgottesdienst in der Christuskirche
Ein Teil der anwesenden Gläubigen
75 Jahre Kirchweihjubiläum
Festsgottesdienst am zweiten Advent 2025 in der Christuskirche Viechtach
Zum Einstimmen in diesen festlichen Vormittag sang der Projektchorunter Leitung von Paula Kucerowa.

„Die schlichte Kirche war mir ans Herz gewachsen“

Brunhilde Weber mit 82 Jahren verabschiedet





Pilgern auf der Vía de la Plata – von Sevilla bis Mérida UND: Spanien-Pilgerreise im Frühjahr 2026: nach Santiago und weiter „bis ans Ende der Welt“
Pilgern auf der Vía de la Plata – von Sevilla bis Mérida
📅 07. bis 19. April 2026 | 🚶 ca. 213 km in 10 Etappen | 👥 kleine Gruppe (9–11 Teilnehmende)
Die Vía de la Plata ist ein stiller und ursprünglicher Jakobsweg – mit Raum für Einfachheit und persönliche Erfahrung. Unsere Reise richtet sich an erfahrene Pilger*innen und Wanderer, die das Ursprüngliche suchen. Eine Gelegenheit, die Vía de la Plata kennenzulernen – für alle, die neue Wege oder Herausforderungen suchen, oder schon lange mit diesem besonderen Camino geliebäugelt haben. Für diejenigen, die das Pilgern in reduzierter, stiller Form schätzen, ist es eine Möglichkeit, individuell und doch verbunden in einer kleinen Gruppe Gleichgesinnter unterwegs zu sein.
➡️ Weitere Informationen, den Etappenplan sowie die Teilnahmebedingungen finden sich auf unserer Homepage (https://jakobusfreunde-paderborn.com/pilgerreise-via-de-la-plata-04-2026/).
Eine verbindliche Teilnahme-Anfrage kann bis zum 15. Oktober 2025 gestellt werden.
Für Rückfragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung:
📩 pilgerreisen@jakobusfreunde-paderborn.com
Vielen Dank im Voraus für die freundliche Unterstützung und das Weiterleiten dieser Einladung an Mitglieder, in interessierten Kreisen – gerne auch über Homepages oder Social Media!
UND
Liebe Pilger- und Wanderfreunde,
vom 26. April bis 09. Mai 2026 führen die Jakobusfreunde Paderborn eine 14-tägige Pilgerreise nach Spanien durch:
Pilgern im Frühjahr 2026
– Ankommen in Santiago – und weiter bis ans Ende der Welt –
Pilgerwanderung von Triacastela nach Santiago de Compostela mit Verlängerung bis Finisterra und Muxía
Unter der Leitung von unserem erfahrenen Pilgerführer Ulrich Kryn
➡️ Im Anhang finden Sie unseren PDF-Flyer mit Ablauf & Etappenplan, Fluginformationen und Anmeldeformular.
Ebenfalls auf unserer Homepage zu finden: https://jakobusfreunde-paderborn.com/pilgerreise-im-april-mai-nach-spanien/
Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie diese Informationen an Ihre Mitglieder weiterleiten könnten. Die beigefügten Unterlagen dürfen Sie gern auf Ihren Websites, in Newslettern und Social-Media-Kanälen sowie bei Veranstaltungen, Stammtischen oder auf Pinnwänden veröffentlichen ggf. verlinken.
Bei Fragen stehen Ihnen unser Pilgerführer Ulrich Kryn (u.kryn@t-online.de) und ich jederzeit gerne zur Verfügung.
Für Ihre freundliche Unterstützung danken wir Ihnen herzlich!
Herzliche Pilgergrüße
und Buen Camino,
Adriana González
|
Adriana González Organisation von Spanien-Gruppenpilgerreisen
Freundeskreis der Jakobuspilger
Busdorfmauer 33 – 33098 Paderborn – Tel.: 05251/5068677
privat: Tel.: +49 (0) 214 202 8815 – Mobil: +4915119154454
|
Warten und nicht aufgeben – Familiengottesdienst am 1. Advent in der Christuskirche Viechtach
Familiengottesdienst zum 1. Advent
Warten und nicht aufgeben
Familiengottesdienst am 1. Advent in der Christuskirche Viechtach


| Die Herzen öffnen – Beten mit Bewegungen |











Zum Ende des Gottesdienstes bekamen dann die Kinder auch wirklich Öl in ihre Lampen gefüllt.

Gott spricht immer wieder neu – Senioren-Nachmittag mit Pfarrer Waldemar Schäfer
Treff im evangelischen Gemeindesaal zum Senioren Nachmittag
Pfarrer Waldemar Schäfer (90)
Am vergangenen Freitagnachmittag durften Senioren im evangelischen Gemeindesaal in Viechtach dabei sein, als Pfarrer Waldemar Schäfer aus seinem bewegten und bewegendem Leben erzählt. Dabei haben Glaube und Leben immer zusammen gewirkt.
Waldemar Schäfer, ehemals Pfarrer in Berlin Friedenau, lebt seit 1994 in Prackenbach. Seit der Erkrankung seiner Frau Marianne, die ihm als Pfarrfrau bei seinen Gottesdiensten stets als begeisterte Lektorin unterstützt hat, hat Pfarrer Schäfer keine Gottesdienste mehr in seiner Wahlheimat halten können. Marianne Schäfer verstarb 2020.
Marianne war und ist bis heute seine große Liebe und gemeinsam haben sie mit Gottes Hilfe so manche Klippe gemeistert.
An diesem Nachmittag erstrahlte Waldemar Schäfers Leben und Glaubensleben erneut auf. Der Glaube hängt unmittelbar mit seiner Lebensgeschichte zusammen.
In 90 Jahren hat er viel erlebt, viel angeregt. Er ist überzeugt, dass auch jetzt noch eine Aufgabe vorgesehen ist für ihn in der Welt…
Bewegende Lebensgeschichte

Hier ein Beispiel aus seiner Kindheit in den Kriegswirren:
„Meine Mutter erzählte mir oft, dass ich alle Fliehenden – wir waren auf der Flucht in russische Gefangenschaft geraten – damals gerettet hätte. Doch das weiß ich nur noch verschwommen.“ Als der Gefangenenzug aus Frauen, Kindern und alten Leuten in einer Reihe aufgestellt wird und in die Mündung eines Gewehres blickt, tritt der Zehnjährige vor, schaut dem russischen Offizier in die Augen und sagt: „Onkel Soldat, dann schieß endlich!“ Stille. Der Offizier dreht sich um, geht davon…“
„Christus möchte, dass wir ihm ganz persönlich unser Leben übergeben. Wir sollen aber durchaus auf eigenen Füßen stehen. Glaube heißt nicht, dass wir keinen eigenen Willen haben. Gott traut uns zu, dass wir fruchtbar mit dem Samen seines Wortes umgehen. Das Wort Gottes trägt mich und gibt mir die Möglichkeit zu leben. Gott spricht immer wieder neu durch sein Wort. Der Glaube ist immer unvollendet und braucht stets neue Begegnung und Ansprache.“
Dieses Predigtwort aus einer der letzten Predigten in der Christuskirche am 26.9.2021 zeigt, wie tief Waldemar Schäfer im Glauben steht und wie großartig er seine Glaubenseinstellung weiter geben konnte – auch an Jugendliche.
Die Menschen würden immer wieder neu das Wort Gottes brauchen. Gott traue uns zu, dass wir Glauben leben, und dass wir es wagen, zu segnen und im Gespräch mit anderen auf die christliche Hoffnung hinzuweisen. Dazu gehöre oftmals viel Mut, doch nur so könnten auch junge Menschen sehen, dass Glaube kein starres Gesetz sei und nichts mit der gängigen Moral oder mit einer „traditionellen Frömmigkeit“ zu tun habe. Glaube frage vielmehr: Was spricht Gott zu mir heute, jetzt und in diesem Augenblick? Die Antwort könne aus einer Predigt kommen. Doch Predigt sei nicht nur etwas, was jemand da vorne auf der Kanzel sage. Predigt könne auch sein,
dass ich plötzlich aus einem von mir selber gesprochenen
Glaubensbekenntnis oder dem Lesen eines Bibelwortes höre, wie hier Gott direkt in meine Seele spricht. Glaube sei kein „Sahnehäubchen“, welches mal kurz das Leben versüßt.

Pfr. Schäfer ist 90 Jahre alt.
Er ist vor gut dreißig Jahren zum Ruhestand nach Prackenbach gezogen. Das Haus hatten sie schon vorher gekauft und als Ferienhaus genutzt. Durch die Jugendzeltlager, die er hier mit seinen Berliner Pfadfindern organisiert hat, ist er mit der Region in Kontakt gekommen. Er hat seit seinem Ruhestand an bis vor wenigen Jahren bei uns gepredigt. Er hat sehr spannend aus seinem Leben erzählt von vielen Weichenstellungen, die er von Gott geführt sieht. So ist er z.B. vom Jugend-Diakon später auf eine Berliner Pfarrstelle gekommen, wo er aber auch Schwerpunkt Jugendarbeit gemacht hat. Bis heute existiert die von ihm gegründete Pfandfindergruppe, so dass die Segenslinie weiter gegangen ist.
Vortrag „Auf den Spuren des Hl. Wolfgang“ am Fr, 21.11.25
Pilgerziel Wolfgangsee im Salzkammergut
Liebe Pilger- und Wanderfreunde,
wie wärs mal mit Pilgern bequem im Sitzen, Betrachten von schönen Pilgerbildern aus Bayern, Böhmen und Österreich und Gedankenaustausch unter Pilger- und Wanderfreunden?
Heute in zwei Wochen gibt es dazu Gelegenheit.
Am Freitag, 21. November darf ich in der Heimat- und Kulturscheune Gleißenberg mit Bildern, Geschichten und Liedern auf den Spuren des Hl. Wolfgang unterwegs sein.
Im Wolfgangsjahr 2024 war ich mittlerweile zum dritten Mal als Einzelpilger zum Wolfgangsee unterwegs. Im Jahr 2014 am Ende meiner 44-jährigen Eisenbahner Zeit zu Fuß und wieder heim. 2019 mit dem Radl auf fast gleicher Trasse.
Und „sonnenläufig“ im Uhrzeigersinn in einem größeren Bogen zuerst über den Böhmerwald und den Flußläufen folgend zum Wolfgangsee. Über Altötting und die Wolfgangskrypta unter St. Emmeram, Regensburg flußaufwärts wieder heim.
Es werden auch einige Ziele der heilsamen Wanderungen „gestreift“.
Überhaupt wär ein „kemma zam“ unter Pilgern und Wanderfreunden wieder mal schön.
Ein Pilger aus Miltach hat sich erst gestern gemeldet, der im nächsten Jahr an den Wolfangsee pilgern möchte und dazu um Infos gebeten hat.
So ergeben sich auch Vernetzungen unter Gleichgesinnten.
Zur Anregung einige Bilder im Anhang.
In der „staaden“ Zeit werden ja schon wieder die Samen für Neues gelegt.
Mit Pilgergrüßen
Rudi Simeth, Schloßstr. 12, 93458 Eschlkam, Tel: 01735947879
Mail: waldaugen@t-online.de
Flyer Wolfgangsee Vortrag
Heimat- und Kulturscheune
Kirche St. Wolfgang in Grün, Tschechien
Regenquelle
An der Moldauquelle
Spuren der Pferdeeisenbahn in Rainbach
Donau bei Linz
Traunfall
Mittag am Traunfall



Grab des Heiligen Wolfgang, Krypta St. Emmeram, Regensburg
Heilbrünnl am Patrozinium
heimzu
Presse-Ankündigung
20 neue Pilgerkreuze für den Aufstieg zur Wolfangskapelle
20 neue Pilgerkreuze laden zum Gebet unterwegs ein – Hildegard Weiler, Hund Theo und Dorothea Stuffer freuen sich – auch für die Pilger!
20 neue Kreuze sind feierlich am Wolfgangstag angekommen.
Auf so manchem Pilger- oder Wanderweg sind am Weg oftmals Steine zu sehen, die jemand abgelegt hat oder zu kleinen Türmen aufgestapelt hat.
Bei der Falkensteinkapelle im Salzkammergut, dem historischen Vorbild der Wolfgangskapelle, gibt es einen sogenannten „Schlupfstein“: Zwänge dich durch das Loch hindurch und streife ab, was dich belastet hat.
Am Fuße des Kreuzweges hinauf zur Wolfgangskapelle stehen Pilgerkreuze bereit. Sie sind gefertigt aus jungen Baumstämmem, meist aus Birke. „Ein Stück mit Christus gehen“ heißt die Einladung. Dieser seit einigen Jahren zu einer beliebten Tradition gewordene Brauch ist nicht mehr wegzudenken. Wanderer und Pilger, einzeln oder in Gruppen, tragen die Kreuze zur Kapelle hinauf. Eine Tafel lädt ein, dieses „Kreuz tragen mit Christus“ mit einem Anliegen, einem Dank oder einer Bitte zu verbinden. Im Laufe der Zeit sind allerdings die ersten Kreuze verwittert, verrottet, in Stücke zerfallen. Die Kapellenbesucher haben sich dieses Kreuztragen jedoch nicht nehmen lassen. Es gehört dazu! Und so haben immer wieder andächtige Besucher Äste oder Reste von alten Kreuzen zu einem persönlichen Kreuz gelegt.
Der am 7. Mai diesen Jahres verstorbene Pilgerhelfer Xaver Hagengruber hat die Idee vor etwa 10 Jahren ins Leben gerufen: Trage ein Kreuz hinauf zur Wolfgangskapelle! Xaver Hagengrubers Vermächtnis wurde nun zum Wolfgangstag am 31. Oktober erneuert. 20 neue Kreuze, solide und handlich aus jungen Erlenstämmen von Xavers treuen Freund Johannes Jung gefertigt, stehen wieder bereit. „Ich beobachte das ganze Jahr über wahre Pilgerströme, die zur Kapelle hinaufgehen“, erklärt Hildegard Weiler, Betreuerin der Wolfgangskapelle. „Die Kreuzaktion ist sehr gefragt soll unbedingt weiter bestehen bleiben. Ich empfinde sie als großen Segen.“ Hildegard Weiler ist erste Vorsitzende vom Verein Pilgerweg St.Wolfgang. Sie wohnt am Fuße das Kreuzweges am St Wolfgangshof. „Die Kreuze sind schon zum Wahrzeichen geworden, so wie die wegweisenden Blechtiere, Schafe, Alpakas und Engelfiguren den Weg zieren, die Menschen erfreuen und auf den Seelen-Hirten Wolfgang aufmerksam machen.“
Wer das Kreuztragen unterstützen möchte, kann gerne auch ein Kreuz von der Wolfgangskapelle wieder hinunter tragen
Die befreiende Botschaft von der Gnade – Ökumenischer Gottesdienst zum Reformationstag in der Christuskirche
Pfarrer Dr. Werner Konrad predigt in der Christuskirche
Ein Glanzlicht des Jubiläumsjahres „75 Jahre Christuskirche Viechtach“ war am vergangenen Freitagabend ein ökumenischer Gottesdienst zum Reformationstag mit Pfarrer Dr. Werner Konrad als Prediger. Pfarrer Roland Kelber begrüßte alle Gottesdienst-Teilnehmer und bedankte sich bei seinem katholischen Amtskollegen sowie den katholischen Glaubensgeschwistern für ihr Kommen. Die Festlichkeit des Abends wurde betont durch den Posaunenchor unter der Leitung von Michael Pollwein. Die Orgel spielte Paula Kucerova.
Der Posaunenchor unter der Leitung von Michael Pollwein (rechts)
„Wir sind alle eins in Christus!“ sagte Pfarrer Roland Kelber, „Christus ist der Namensgeber unseres Kirchenbaus. Heute ist ein schöner Anlass, zur 75 Jahrfeier unsere Zusammengehörigkeit hier zu erleben. Denn wir kämpfen nicht mehr gegeneinander, sondern stehen gemeinsam im Glaubenskampf.“
Pfarrer Dr. Werner Konrad bedankte sich vor seiner Predigt und nannte es eine große Ehre, hier predigen zu dürfen und dass die katholischen Brüder und Schwestern eingeladen seien. Bezugnehmend auf die Ausführungen des Apostel Paulus im Brief an die Römer entfaltete der Gastprediger souverän in freier Rede die seit Alters her bestehenden Denkmodelle von Leistung, Kraftakt, Askese bis zur Quälerei, Anstrengung und Mühen um das sogenannte Heil zu erlangen. Ein langes, ein sogar immerwährendes biologisches Leben werde heutzutage von von modernen Berühmtheiten propagiert. Doch das sei nichts Neues. Auch zu Paulus‘ Zeiten und in all den Jahrhunderten des Christentums danach habe immer wieder die Angst dominiert, die Kontrolle über einen gesunden Körper und das damit verbundene Lebensglück, das Heil zu verlieren.
Zu Luthers Zeiten quälten sich die Menschen mit schrecklichen Ängsten vor der Verdammnis und vor der Hölle. Kirchen seien gebaut worden, der Petersdom, man meinte, man könnte sich durch Spenden befreien, durch Anstrengungen und durch alle möglichen selbst auferlegte Regeln und Gebote das Heil erwirken. Ansonsten werde einem das Heil versagt. Durch intensives Studium der Bibel entdeckte Luther bei Paulus die großartige Befreiung: Nicht die Werke würden gerecht machen, sondern allein der Glaube! „Wir müssen uns vor Gott nicht fürchten! Wir dürfen Gott vertrauen!“ ermutigte der Priester. Wenn der Mensch nur durch leistungsbetonten Wettkampf den Sieg erlange, was sei dann mit all den Kranken, den Schwachen den Erfolglosen, den Leistungsunfähigen? Seien die selber schuld, weil sie sich nicht genügend anstrengen würden?
„Gott meint es gut mit dir. Er hat eine all durchdringende Güte! In den Seligpreisungen werden die Leidtragenden als selig benannt. Alles, was ich zur Erlösung brauche, ist ein Geschenk!“ Das verletze vielleicht den Stolz: Ich kann es alles selber! „Ich bin ein Beschenkter, ein Begnadeter und kann das ich mit Dankbarkeit weiterschenken. Ich kann gar nicht anders, als die Barmherzigkeit, die ich erfahre, an andere weitergeben.“
Pfarrer Kelber bedankte sich bei seinem katholischen Bruder für die Predigt: „Wie es ein evangelischer Pfarrer nicht besser könnte!“ Dem folgte ein herzlicher Applaus der Gottesdienst Teilnehmer. Nach dem Gottesdienst trafen sich der katholische Gemeinderat mit dem evangelischen Kirchenvorstand zum gemeinsamen Gespräch im Gemeindesaal.
Gemeinsamer Segen
Heilsame Wanderungen 2025 – – – Rückschau und Blick nach vorn mit Pilger Rudi Simeth
Harmonische Gruppe bei der Wanderung „Tief drinn im Böhmerwald“ zu Baumdenkmalen im Frischwinkel – (Pilgerführer Rudi Simeth in roter Jacke links)
Liebe Pilger- und Wanderfreunde,
bei unserer heilsamen Wanderung „Tief drinn im Böhmerwald“ zu Baumdenkmalen im Frischwinkel hatten wir traumhaft schönes „Goldenes Herbstwetter“. Am vergangenen Sonntag haben wir damit unsere Serie „Zu Baumdenkmalen und Kraftorten im Waldgebirge“ für dieses Jahr beendet. Wir wiederholten damit eine Wanderung vom Mai – und dies stellte sich auch vom Herbstwetter und von der harmonischen Gruppe als krönender Abschluß der acht Wanderungen in diesem Jahr heraus.
Bei den acht Wanderungen waren wir insgesamt 170 Mitwandernde!
Bei durchschnittlich 21 Teilnehmenden ziemlich genau 2 : 1 Frauen und Männer. Alle Wanderungen verliefen harmonisch und mit guten Gesprächen und vielen gemeinsamen Erlebnissen. Ein herzliches Vergeltsgott an alle für fleißiges Mitwandern. Vor allem aber auch ein großes DANKESCHÖN an alle: Wir waren immer so achtsam unterwegs, dass wir von Unfällen oder medizinischen Notfällen verschont blieben und es schon deshalb im wahrsten Sinne des Wortes heilsam war. Herzlichen Dank auch an Pilgerfreund Paul Zetzlmann für seine stets zuverlässige Beleitung bei Erkundungen und den Wanderungen selbst mit seinen tiefgehenden Impulsen.
Dies alles weckt Vorfreude auf kommendes Wanderjahr.
Ausblick auf kommendes Jahr
2026 haben wir dann „das Dutzend“ voll mit unseren heilsamen Wanderungen seit 2014.
Paul und ich werden im Spätherbst und Winter wieder geeignete Touren zuerst auf Karte und dann „in Natura“ erkunden.
Herzliche Einladung zum Mitwirken
Jedes Jahr standen die Wanderungen unter einem spirituellen Hauptthema:
Grenzen überwinden,
Quellen erspüren,
Heilige Quellen im Waldgebirge;
Fließendes Leben spüren,
(zu Seen und Wasserfällen im Waldgebirge) – 2020 ausgefallen
Wald + Wasser (Er)Leben;
Wald – Wasser – Pilgerwege;
Baumdenkmale, Karftorte und Geotope
Wir werden auf jeden Fall wieder Ziele im gesamten Böhmerwald beiderseits der bayerisch/böhmischen Grenze wählen (Hin- und Herüber…) wie Wanderfreund Josef Altmann dies oft betitelt.
Gerne nehmen wir eure Anregungen in unsere Planungen für kommendes Jahr auf – ein fließendes Mitgestalten 🙂
Herzliche Einladung zu Rückmeldungen.
Ich freue mich auf zahlreiche Anregungen zu bestimmten Themen oder speziellen Wanderzielen, die euch „am Herzen liegen“
Es gibt was „zu gewinnen“
Je zwei „Freiwanderungen“ für den Wunsch nach Wiederholung eines bestimmten Themas – und den Wunsch nach bestimmten Wanderzielen. Der Fantasie zu Zielen in Böhmen und Bayern innerhalb unseres Waldgebirges sind dazu keine Grenzen gesetzt.
Bei erwartungsgemäß mehr Einsendungen entscheidet das Glückslos 🙂
Frisch Auf im Herbst mit Wandergrüßen
Rudi Simeth
Schloßstr. 12, 93458 Eschlkam, Tel: +49 173 5947879, Mail: waldaugen@t-online.de
Bäume im Frischwinkel
Lieber Pilgerbruder Rudi,
es ist immer wieder eine Seelenweide (und Augenweide!) an diesen Heilsamen Wanderungen auch am PC oder bei Vorträgen teilnehmen zu dürfen!
Alles Gute und Glück auf für neue Wanderungen!
Deine Pilger-Engel vom Wolfgangsweg
Impressionen: Heilsame Wanderungen mit Pilger Rudi Simeth im Bayrischen Wald
Pilgerwandergruppe mit Pilgerführer Rudi Simeth (links) bei den typischen Wolfgangsweg-Blechschafen
Pilger Rudi Simeth hat uns hier wieder einige sehenswerte Impressionen aus der Serie seiner Heilsamen Wanderungen übermittelt. Lassen wir ihn hier selbst zu Wort kommen:
Einige der aktiven Mitreisenden waren bereits über 80 Jahre! Sie sind mir ein Vorbild, durch aktive körperliche, geistige UND seelische Beweglichkeit auch weiterhin so fit bleiben zu können.
Wie ich täglich in meinem Umfeld sehe, ist dies nicht so selbstverständlich.
Ja – und ich sag Vergelt´s Gott, dass ich so fit und aktiv sein darf.“
Mittwoch, 1. Oktober fuhren wir mit dem Bus ab Grafenwiesen nach Englshütt. Auf dem geschichtsträchtigen weiten Dorfplatz schauten wir zuerst in das schmuck renovierte Kirchlein St. Erasmus unter mächtiger Linde. Ein ehemaliger Brunnen und schön gestaltete Holztafel erinnern an die Glashütte am Ort. Auf dem Goldsteig Zubringer auf Wiesen- und Waldwegen ging es hinauf zum Kolmsteiner Kircherl. Für die kräuterkundige Klara Wartern aus Mais war es eine Lebensaufgabe, diese gnadenreiche Kirche am Wallfahrer- und Wolfgangsweg in Sichtweite der Wallfahrtskirche Neukirchen beim Heiligen Blut zu schaffen. Einkehr dann im schmucken Kolmsteiner Hof bei gastfreundlicher Bewirtung.
Über die Höllhöhe und Geigenwiese gings dann hinunter nach Hohenwarth. Ab Ansdorf etwas flotter – so erreichten wir punktgenau den gewünschten Zug zur Rückfahrt nach Grafenwiesen.
Donnerstag, 2. Oktober fuhren wir in Fahrgemeinschaften wieder mit Martin Sarnezki zum Parkplatz beim Wallfahrtsmuseum. Weiter mit Unterstützung durch Edeltraud gings dann zum Kunstpavillon in unserer Heimat Stachesried. Auf unserer Hausstrecke über den Leminger Wald wanderten wir entlang des Kunstwanderweges mit Ausblick nach Eschlkam und Drachensee. Auf dem Ostbayerischen Jakobsweg bewunderden wir den Jakobusbrunnen in Leming. Von Josef Wollinger in Eigeninitiative erstellt. Über die Brünst mit Begegnung eines erfahrenen Kripperlbauers erreichten wir eine Gedenkstätte mit Heimatgedichten des Vaters von Anton Fischer. Auf einem Teil des Naturlehrpfades und mit eifrigem Probieren der Klänge des Klangweges gings vorbei an der St. Annakapelle Heiligbrunn zur Wallfahrtskirche Mariä Geburt in Neukirchen. Durch „den Markt“ erreichten wir den Gasthof „Zur Linde“ gastfreundlich geführt durch einen Neffen von Anton Stoiber. Ein Teil der Gruppe konnte mit Martin dann gleich ins Hotel fahren. Mit mir gingen wir noch vorbei am Naturbad in Neukirchen und dem Naturlehrpfad durchs Freybachtal wieder über die Brünst zum Kunstpavillon zurück.
Schöne Wandergrüße
Rudi




Birkenkreuze hoch hinauf zur Wolfgangskapelle tragen
Fast schon sind wir ganz oben! Den steilen Anstieg über die uralten Treppen aus Granitsteinen haben wir geschafft. Seht ihr die Wolfgangskapelle wie einen Juwel durch die Blätter schimmern?
Da liegen Birkenkreuze bei den Felsen am Boden. Es sind Stücke von alten Birkenkreuzen, die Pilger einst hinauf getragen haben mit einem Anliegen, einer Bitte oder einem Dank und nun erneut aufgerufen und platziert haben.
Unterwegs sind wir einer bunten Herde aus ehernen Blechtieren begegnet, die uns ermutigt hat.
Alpakas und andere friedliche Herdentiere
Oben bei der Wolfgangskapelle lehnen imposante Birkenkreuze am Felsen.
Vorher sind wir an diesem Bergsteiger vorbei gekommen.
Umgestürztes Kreuz – die Bitte ist längst über den Wolken und angekommen.
Da prangt sie, die Wolfgangskapelle, ein sagenhafter Ort, wo einst vor über 1000 Jahren der Heilige Wolfgang auf seinem wilden Weg durch die Wälder übernachtet hat.
Blechschaf an einem Marterl vom Kreuzweg zur Kapelle
Am Fuße des Kreuzweges zur Wolfgangskapelle werden Kapellenbesucher eingeladen, ein Kreuz mit einer Bitte, einem Dank, einem Anliegen hinaufzutragen. Idee: + Xaver Hagengruber +, verstorben am 7. Mai 2024. Dieses Projekt erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Neue Kreuze müssen dringend angefertigt werden.
Die alten Granitstufen
Pilgerhelferin Sylvia wartet still versunken unten, denn der Aufstieg hat Schwierigkeitsgrad mittelschwer.
Jemand hat aus 2 Birkenkreuz-Stücken ein „Franziskus-Kreuz (T-Form) hingelegt…
.. und zwar bei der Herde des Hirten Wolfgang
Unter Felsen eingebettet liegt das Juwel. Der Teufel musste der Sage nach damals helfen, die Kapelle zu bauen.
Ziege unterwegs
Folgt dem Ziegenhirt und nehmt ein Glücks-Kreuz mit hinauf!

+ Dr. Peter Pfarl + aus St. Wolfgang, Österreich mit einem Birkenkreuz am 18. März 2022 auf dem Weg zur Wolfgangskapelle. Dr. Peter Pfarl hat den großartigen Wanderführer Der Wolfangweg verfasst und war federführend beim Aufbau des Österreichischen Parts des grenzüberschreitenden Wolfgangweg. Wir behalten ihn als wunderbaren Wolfgangsfreund ehrend im Gedächtnis!
Pilgerhelfer + Xaver Hagengruber + rastet am 11. März 2024 wie der heilige Wolfgang auf dem steilen Aufstieg