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Einladung zu einer meditativen Pilgerwanderung am Wolfgangsweg-Herzstück

Wegmarkierung mit Blechschaf und Wolfgangsfigur bei Gstadt.

Das “Wolfgangsweg-Herzstück”, ein Pilgerweg zwischen Viechtach und der Wolfgangskapelle bei Böbrach, wird  gerne auch der “Schäfchenweg” genannt. Die abwechslungsreiche Strecke erfreut sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Markiert mit dem gelben W auf blauem Grund und von Blechschafen gesäumt ist dieser Pilgerweg auf den Spuren des heiligen Wolfgang (mit Anschluss nach Böhmen, Regensburg und Österreich) eine Besonderheit unserer Region.

EINLADUNG ZUR PILGERWANDERUNG

Am Mittwoch, den 05.08.2020  findet unter der Leitung des evangelischen Urlauberpfarrers Wolf-Herbert Rodrian in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde und dem Verein Pilgerweg St.Wolfgang  auf einer Teilstrecke des Herzstücks eine meditative Wanderung von Viechtach nach Schönau statt.

Treffpunkt: Bahnhof Viechtach bei den 3 Blechschafen vor der Skatebord-Anlage
Start: 10.00 Uhr
Rückkehr etwa 14 Uhr mit anschließender Gelegenheit zum  Mittagessen im Blossersberger Keller.

Die Wegstrecke beträgt ca 6 Kilometer.

Rückfahrgelegenheit kann organisiert werden

THEMA DER WANDERUNG: DER HERR IST MEIN HIRTE

Wegmarkierung: “W”, Blechschaf und Wolfgangsfigur am Wolfgangsweg bei Gstadt




Alte Geschichten neu erzählen: Blech-Wolfgangsfigur 2020 von Dorothea Stuffer

Die Künstlerin Dorothea Stuffer hat aktuell eine halb-lebensgroße Wolfgangsfigur hergestellt.
In der Farbgebung wagt die Künstlerin ein lustiges helles Lila mit Azurblau, Mohnblumenrot, Weiß und Zitronengelb. Ein umbrafarbener (=braun) Innen-Umhang gibt der Figur den Erd-Aspekt: Wolfgang zog vor etwa 1000 Jahren durch die wilden Wälder Bayerns und Böhmens.

“Der heilige Wolfgang, eine Leuchte Gottes in dunkler Zeit” ist auch 2020 aktuell!

Wolfangsfigur von Dorothea Stuffer im Wald am Baumschutz-ENGEL-Weg bei Ramersdorf in der Nähe einer alten keltischen KultstätteDie Wolfgangsfigur steht segnend vor dem Gemälde “Johanniskraut”. Alte Geschichten neu erzählen – – –




Auch Bäume brauchen Schutzengel – ein Bericht von Thomas Hobelsberger

Das sind die Künstlerin Dorothea Stuffer (2.Vorsitzende des Vereins Pilgerweg St.Wolfgang), der Waldbesitzer Bernhard Bielmeier und der Impulsgeber für die Baumschutz-Engel Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann am Baumschutz-Engel-Pfad bei Ramersdorf. Das Foto – hier Detail – ist aufgenommen von dem Redakteur und Autor Thomas Hobelsberger, der für den Viechtacher Anzeiger wunderschöne Geschichten und interessante Berichte schreibt. Wir vom Verein Pilgerweg St.Wolfgang freuen uns über den positiven Kontakt. Nicht das erste Mal hat Thomas Hobelsberger toll über ein Wolfgangsweg-Projekt geschrieben. Immer hat er in seinen Texten sowohl einen sachlichen als auch auch einen spirituellen Aspekt, eingebaut in ein in passende Worte gefasstes landschaftliches Szenario.

Herzliche Grüße und vielen Dank!
Das Team betrachtet den Baumschutzengel “Weites Land”

 

 

IMPULSE ZU DEN BAUMSCHUTZENGELN:

 

DIE WURZELN PFLEGEN

Engel sind tiefgründig.l

Sie weisen hin auf den Ursprung allen Lebens.

“Die Wurzeln pflegen“ heißt auch, sich mit Gott, dem Ursprung allen Lebens, zu verbinden.

IN DER KRAFT

Wo Bäume fallen,

fällt auch der Mensch.

Doch Mensch und Natur

stehen fest in der Hand Gottes.

WOID ENGEL

„Mia san im Woid dahoam“!

Der “Woid-Engel” schützt mit den Bäumen auch

unsere Heimat!

WEITES LAND

In der Weite des Landes

ist jeder Baum wie ein Gruß, der kündet:

Du bist nicht allein, Du bist beschützt.

WARTEN

Warten – wie lange?

Bäume wachsen langsam,

Sie lehren uns Geduld.

ZUKUNFT

Bäume können Generationen überdauern.

Sie sind Wegweiser in die Zukunft.

Wer Bäume schützt

Schützt auch unsere Zukunft.

LEBEN IN DEN WÄLDERN

Bäume sind Lebensräume

für Mensch und Tier.

Sie sind Zufluchtsorte,

die beschützen und bergen.

FÜRBITTE

Die weit ausladenden Äste der Bäume

Sind wie segnende Hände.

Sie sind ein Bild dafür,

dass wir unter der immerwährenden Fürbitte eines gnädigen Herrn stehen.

Der Baumschutz-Engel “Fürbitte” und ein erklärender Wald-Text




Urlauberpfarrer Lothar Le Jeune und Maike Brandes machen Urlaub im Bayerwald

Ein Interview mit Lothar Le Jeune im Stuffergarten

 

Der Urlauberpfarrer macht Urlaub im Bayerischen Wald
Pfarrer Lothar Le Jeune und Maike Brandes sind derzeit für 10 Tage in Viechtach

Dass eine Reise vom Hohen Norden in den Bayerischen Wald nun doch Wirklichkeit werden konnte, hatte das sympatische Team Urlauberpfarrer Lothar Le Jeune und Maike Brandes noch im Frühling wegen der Coronakrise kaum zu hoffen gewagt. Nun sind die beiden in ihrer vertrauten Unterkunft in Großenau in Viechtach angekommen und bleiben noch bis Sonntag “im Lande”. Der Anlass nach 12 Jahren in Folge wieder nach Viechtach zu kommen, ist schlichtweg alle die Freunde, welche die beiden hier ins Herz geschlossen haben, wieder zu sehen und zu sprechen.  12 Jahre hat Lothar Le Jeune in der evangelischen Kirchengemeinde Viechtach, Ruhmannsfelden und Teisnach zur Ferienzeit im August das Amt des Urlauberseelsorgers ausgeführt. Maike Brandes hat die Gottesdienste und mit der Orgel begleitet.

Auch die Landschaft des Bayerwaldes ist für die beiden Nordlichter ein Stück Heimat geworden, erwandert und erlebt bei zahlreichen persönlichen Ausflügen oder bei den geführten Pilgerwanderungen am Wolfgangsweg, die in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde Viechtach und dem Verein Pilgerweg St.Wolfgang in 12 aufeinander folgenden Sommern stattgefunden haben.

“Es hätte mir etwas ganz Entscheidendes gefehlt, wenn wir in diesem Jahr nicht gekommen wären”, so der Urlauberpfarrer. “Der Besuch des Gottesdienstes am vergangenen Sonntag in der Christuskirche war für uns ein überaus positives Erlebnis. Es war der erste Gottesdienst, dem ich seit der Coronazeit beigewohnt habe.”

Lothar Le Jeune (75) ist weiterhin in seiner Berufung als evangelischer Pastor aktiv. Im heimatlichen Kattendorf  wird er immer wieder zu Kausalien wie Taufen, Trauungen und Beerdigungen berufen. Maike Brandes spielt nach wie vor in ihrer Heimatgemeinde die Orgel. Außerdem ist sie im dortigen Kirchengemeinderat aktiv.

Am vergangenen Sonntag gab es in der Christuskirche Viechtach das erste mal nach langer Corona-Pause eine Abendmahlsfeier, und zwar mit Einzelkelchen. Pfarrer Roland Kelber reichte jedem Gottesdienst-Teilnehmer die Hostie und einen kleinen jeweils persönlichen Kelch mit Wein, wobei er zu jedem Platz separat ging. Einzelne Stühle, die mit entsprechenden Abständen im Kirchraum dieser denkmalgeschützten “Bartning-Kirche” (Architekt Bartning) derzeit aufgestellt sind, unterstützen diese Praxis der Abendmahl-Überreichung besonders gut. “Bei den fest eingebauten Bänken in unserer Heimatkirche ist das leider so nicht möglich. Dadurch kann auch nicht so eine guter Sicherheitsabstand beim Abendmahl gewahrt werden.” bemerkt Maike Brandes. “Auch müssen bei uns noch diese Einzelkelche bestellt werden. Es war unsere erste Abendmahlsfeier und hat mich sehr berührt.”

Ob den beiden was gefehlt hat, nachdem sie ja diesmal nur passive Teilnehmer des Gottesdienstes waren? “Durchaus nicht!” lächelt Lothar Le Jeune, “wir fühlen uns hier wie zu Hause. Die vielen Jahre haben sich tief eingeprägt, und wir haben ein richtig heimatliches Gefühl.”

Als während des Gottesdienstes durch die hohen Fenster der Kirche das morgenliche Sonnenlicht auf die Sitzplätze der beiden fällt, wirkt das wie ein ganz besonderer Segen. Auch die Predigt von Pfarrer Roland Kelber zum Thema “Menschenfischer und Berufung” berührt die beiden ganz persönlich.

Derzeit sind in der Christuskirche Viechtach aus Sicherheitsgründen einzelne Stühle im fast leeren Kirchraum aufgestellt.

Nach einem ausgefüllten 10-Tages-Programm im Bayerwald werden die zwei “Menschenfischer” wieder an die Nordsee zurück kehren. Ob sie noch andere Reisen geplant haben? “Nein. Wir haben einen weitläufigen Garten.” Außerdem wartet ein  größerer Stein darauf, dass der Uraluberselsorger eine neue Skulpur beginnt. “So wie es bei der Seelsorge um das feinfühlige Erspüren des inneren Menschen geht, so liegt auch im Inneren des Steins dessen eigentliche Aussage, die zur Form gebracht werden will.”

Steinskulpur von Lothar Le Jene. “Das Paar”

Urlauberpfarrer Lothar Le Jeune und Maike Brandes




Bunte Szenen um die Pilgerhütte

Dies ist der Künstler Wilhelm Johann Treimer. Er hat verschiedene Künstlernamen wie “Kultpilger”, “Don Finisterre”, “Don Giovanni” uvm.  Bleiben wir hier mal bei Wilhelm Johann Treimer.   Er ist Mitbegründer des Pilgerweg St. Wolfgang und hat das sogenannte “Herzstück” Viechtach-Böbrach erkundet. Dort am “Herzstück” befindet sich auch sein Sommer-Wohnsitz, die sogenannte “Pilgerhütte”, wo er gerne und nicht allzu ernst seine Kreativität auslebt. Wir möchten Ihnen hier einige seiner aktuellen Buntmalereien vorstellen.

Straßenmalerei am Gehsteig: “Abstand halten” (s. Coronakrise)

Das “W”, Markierung  von Wolfgangsweg

“Bon Camino” – – Wilhelm Johann Treimer war monatelang unterwegs am spanischen Jakobsweg

In bunten Metallbuchstaben lesen wir: “Pilgerweg St.Wolfgang”

Farbige Metallfiguren

Ölfass als Dekoration und geheimnisvolle Fenster

Die “Pilgerampel” hat die Farben Rot – Gelb – Blau. Sie ist eine Erfindung von Wilhelm Johann Treimer und stellt den Ursprung für die Farbgebung des Wolfgangsweg -“W” dar, welches nun als Wegmarkierung fungiert. Der Künstler: “Zuerst sieht jeder Rot. Dann kommt der Sonnenschein, und zum Schluss sitzen alle beisammen beim Bier und sind ganz blau!” 🙂

Eine seriell fabrizierte Badeplastikmuschel  sitzt nun als bemalte Jakobsmuschel in einem der Fensterstöcke des alten Anwesens

Bemaltes Pferd “Blauer Reiter”. Man beachte den Schwanz als Gänsekopf!

Zuschauerin Sylvia lächelt




Christusfigur in Großenau, Wolfgangsweg-Herzstück

Diese Christusfigur aus ausgeschnittenem Blech, bemalt, ist eine Arbeit der Künstlerin Dorothea Stuffer. Sie installierte sie um die Jahrtausendwende bei der sogenannten “Pilgerhütte” in Großenau am “Herzstück” des Wolfgangsweges. Rechts neben der Figur sehen Sie das blaue “W” auf gelben Grund, das ist die Wegmarkierung vom Bayerischen Wolfgangsweg, der sich derzeit durch den Verein Pilgerweg St.Wolfgang im Aufbau befindet. Gründungsmitglied Wilhelm Johann Treimer bewohnt zur warmen Jahreszeit die Pilgerhütte. Er ist ebenfalls Künstler und hat ein farbiges Ambiente geschaffen, welches wir Ihnen demnächst hier präsentieren.




Wald-Atmen im Bayerischen Wald vom 2. – 7. August 2020

Pilger Rudi Simeth am Kunstwanderweg – dahinter die Jakobskirche in Eschlkam

Pilger Rudi Simeth lädt ein:

Wald Atmen im Bayerischen Wald von Sonntag, 2. – Freitag, 7. August:

https://boehmen-reisen.de/wandern/wald-atmen-im-bayerischen-wald/

Die Unterbringung mit Halbpension ist im bestens geführten kleinem aber feinem Landhotel Buchbergerhof der Familie Stoiber in

Thürnhofen bei Grafenwiesen. Aus vielen, vielen rundum gelungenen Wanderwochen kann ich es wärmstens empfehlen.

Hier stimmt einfach „die Chemie“. Auch auf die Zeiten der jetzt gelockerten Ausgangsbeschränkungen ist Familie Stoiber bestens vorbereitet.

http://www.stoiber-buchbergerhof.de/landhotel-buchbergerhof.html

Unsere Reisegruppe ist im Hotel in einem offenen Nebenzimmer „unter sich“.

Mit einem Panoramaspaziergang zum Kennenlernen und vier Wanderungen lernen wir dabei die Gegend zwischen

Hohenbogen – Kaitersberg und Haidstein bestens kennen.

Der Schwerpunkt liegt dabei besonders auf Staunen über die Wunder am Wegesrand mit besonderen Baumimpulsen.

Vor allem aber in bewussten Atem- und QiGong Übungen, sowie Vertrauensritualen.

Es freut mich riesig, wenn ihr für diese spirituelle Reise nicht weit vor der Haustüre in den denkwürdigen Sommerferien 2020 Interesse habt.

Noch mehr, wenn ich einige von euch dazu anregen kann. Es ist dann für alle ein Gewinn für Körper, Geist und Seele.

Die Reise findet laut Ausschreibung ab 5 Teilnehmenden statt.

Wegen Planungssicherheit vor allem für die Familie Stoiber wäre es schön, wenn wir diese Woche noch

„Nägel mit Köpfen machen“ könnten.

Anbei eine Karte mit den vorgesehenen Touren zwischen 10 und 13 km und Bilderimpressionen von einer Erkundung mit dem Fahrrad vor einigen Wochen:
http://www.waldaugen.de/alle-alben/!/oa/7501043/

PS: Wir halten uns auch an sinnvolle Schutzregeln – so singen wir zum Beispiel gemeinsam nur im Freien mit Abstand J

Schöne Grüße

Rudi Simeth

Bilder & Touren

Gustav-Gabriel-Str. 17

93495 Weiding

Tel:            09977/904510

Mobil:      0173/ 5947879

Mail:         waldaugen@t-online.de

Web:        www.waldaugen.de

www.waldberge.de: Blick vom Hohen Bogen auf den Lamer Winkel




Der heilige Wolfgang und Engel

Mystische Wolfgangsdarstellung mit Engeln in der Schnappenkirche im Ciemgau. Foto. Rudi Simeth

Pilger Rudi Simeth berichtet aus seiner Chiemgau-Tour:
“Gestern ist mir erst wieder bewusst geworden, dass im Altarbild der Schnappen Kirche eine wunderbare Wolfgangs Darstellung umgeben von Engeln ist.”
In der Mitte des Altarbildes sitzt der heilige Wolfgang mit weißem Gewand und mit den Attributen Bischofsmütze und Kirchenmodell, jeweils links und rechts ihm zu Füßen sind zwei Putten, und über der Szene schwebt auch noch ein Engel links oben.
Blick auf die Schnappen Kirche am Berg

Pilger Rudi Simeth hat auch noch dieses (obige) Foto übermittelt mit folgender Erwähnung:

 

“Sicht auf die Schnappenkirche vom Kurpark Grassau. Dort konnten wir das erste wieder mögliche Konzert genießen.

Ein kostenloser Service der Gemeinde Grassau im wunderschönen Chiemgau.

Der Gipfel rechts über der Schnappenkirche ist der Hochlerch.

Ein von weithin sichtbarer Kraftort im Chiemgau.

Wenn ich das Kircherl bei der Anfahrt immer das erste Mal sehe, fühle ich mich (auf Zeit) daheim.

Aber – sind wir alle nicht überall daheim – egal wo wir gerade sind, wenn wir in unserer liebevollen Mitte sind.

Und im Gegenteil nirgends daheim, wenn wir nicht in uns selbst daheim sind und uns die Liebe fehlt – wir die Liebe und das Leben  nicht einfach fließen lassen?”

 

Vielen Dank an unseren geschätzten Pilgerbruder Rudi Simeth!

 




Am Baumschutz-ENGEL-Pfad

Dorothea Stufffer hat zusammen mit Bernhard Bielmeier und Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann den Baumschutz-ENGEL-Pfad im schönen Bayerwald bei der Ramersdorfer Kapelle ins Leben gerufen.

 

Der Autor Thomas Hobelsberger vom Viechtacher Anzeiger hat sich mit Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann (Impuls-Schreiber), Bernhard Bielmeier (Waldkenner, Waldbesitzer, Waldpädagoge) und der Künstlerin Dorothea Stuffer getroffen, um am kürzlich entstandenen Baumschutz-ENGEL-Pfad eine Geschichte zu schreiben.

Hier einige Impressionen:

Die ersten Fotos entstehen in der Kapelle, wo ein kleiner Baumschutzengel steht, den Dorothea Stuffer  im letzten August spontan dem Bernhard geschenkt hat. Von diesem kleinsten Samenkorn gingen die Wurzeln aus zum jetzigen Baumschutz-ENGEL-Pfad.

 

Bernhard Bielmeier erzählt, dass er im letzten Sommer bei einer speziellen Wallfahrt teilgenommen hat. Er wollte pilgernd danken, dass sein Wald bisher noch nicht vom Borkenkäfer befallen worden ist. Diese Wallfahrt vom unteren Bayerwald nach Bogenberg gibt es seit dem Mittelalter. Es geht dabei – höre und staune! –  um den Schutz vor dem Borkenkäfer! Eine 20 Meter hohe Kerze wird von starken Kerzenträgern über die gesamte Strecke von etwa 90 Kilometern getragen. Die Sage erzählt: Wenn diese Kerze zu Boden fällt und zerbricht, kommt ein Krieg. In der Tat ist die Kerze vor dem Ausbruch des 1.Weltkrieges und vor dem Ausbruch des 2.Weltkrieges auf den Boden gefallen und zerbrochen – – –

Bernhard Bielmeier sieht im Aufbau des aktuellen Baumschutz-ENGEL-Pfades eine Fortsetzung seiner bittend-dankenden Pilger-Haltung, was die Wälder anbetrifft. “Noch ein dritter Sahara-Sommer wie in 2018 und 2019, und der Wald hat verloren.”

 

Im Vergleich sehen wir folgend zwei Typen von Wald: Links den von Bernhard seit Jahren gepflegten und umsorgten Wald, wo alte und junge Bäume vorhanden sind, Fichten, Buchen, Tannen. Dieser Wald ist viel widerstandsfähiger gegen die Herausforderungen des Klimawandels. Wogegen der Wald rechts, eine reine Fichten-Monokultur, wesentlich anfälliger für den Borkenkäfer ist. Und er kann außerdem von heftigen Stürmen in einem einzigen Moment umgerissen werden.

Fichten-Monokultur ohne natürlichen Jungwald im Unterholz: anfällig für Stürme und Borkenkäfer.

Gesunder Wald mit alten und jungen Bäumen verschiedener Sorten. Die Baumstümpfe zeigen, dass immer wieder Bäume entnommen werden. Dadurch entsteht eine Chance für die nächste Baum-Genertation.

Hier haben kraftvolle Wildschweine den Boden nach Wurzeln durchwühlt. Das schadet dem Wald nicht, im Gegenteil, der Boden wird aufgelockert.

“Verantwortungsbewusstes Nutzen des Waldes ist Gewinn für den Wald und für den Nutzer!” (Bernhard Bielmeier)

Autor Thomas Hobelsberger macht Notizen für de Pressebericht im Viechtacher Anzeiger.

“Dieser Baumschutzengel heißt: Die Wurzeln pflegen. Das gilt auch für unser Leben.” betont Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann. Die Baumschutz-Impulse des erfahrenen Geistlichen sind für jedermann, nicht nur für spezielle Christen zur Betrachtung und Verinnerlichung geeignet.

Bernhard Bielmeiers Wald ist durchgestaltet mit sogenannten “Rückewegen”, die zur Pflege des Waldes mühsam angelegt worden sind, und die gut zum Wandern einladen.

Hier sehen wir ein Buche, die bereits abstirbt. Ihre Rinde wird vom Schwarzspecht besucht. Auch befinden sich an ihrem Stamm Pilze. Von daher ist sie ein Biotop. Ein rein kommerziell denkender Waldbauer würde den Baum, bevor er noch mehr abstirbt, fällen. Von der Größe/Holzmasse her könnte er noch über 1000 Euro Gewinn machen. Doch Bernhard lässt behutsam diese Buche im Wald stehen.

Verschiedene Baumhöhen/Baumgenerationen ermöglichen ein gutes Gedeihen der jungen Bäume. Tannen und buchen brauchen am Anfang Halbschatten. Fichten dagegen kann man auch in der prallen Sonne anpflanzen.
Ist nun ein Wald zerstört worden, kann man einen neuen Wald-Anbau nur mit Fiche beginnen. Eine Verjüngung durch weitere verschiedene Baumsorten ist aber dann nur mit großem Aufwand möglich – erklärt Bernhard Bielmeier.
Er hat Forstwirtschaft studiert, und der Wald ist seine Leidenschaft, seine innerste Herzensangelegenheit, Immer wieder gibt er Kurse und Lehrgänge zur Information über unseren Wald.

Hier ist eine Wunder-Fichte mit den Wurzeln über dem Stein !

Sie hat die zwei heißen und trockene Sommer 2018 und 2019 überstanden. Die Krone ist immer noch gesund.

Uralte keltische Kultstätte mit Opferstein. “Die Kelten waren nicht zimperlich! ” sagt Bernhard Bielmeier.

Der zweite Teil des Baumschutz-ENGEL-Pfades, der nun als Rundweg mit Pfeilen markiert ist, führt ohne Engelfiguren wieder zurück zur Kapelle. Dorothea Stuffer: “Ich bin am Überlegen, ob ich hier noch drei Skulpturen anbringen werde, natürlich mit Impulsen von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann. Ich hab da schon eine Idee – – -“

Weites Land: In der Weite des Landes ist jeder Baum wie ein Gruß, der kündet: du bist nicht allein, du bist beschützt. (Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann).